"Ich kann nicht schreiben."
Das dachte ich. Also machte ich, was jeder macht: Ich analysierte meinen Schreibstil. Fütterte es in ChatGPT. Bekam ein perfektes Profil.
"Direkt. Kurze Sätze. Tough Love. Action > Theorie."
Perfekt. Problem gelöst, dachte ich.
Newsletter #1: 6 Stunden.
Was zur Hölle?
Das Problem mit "AI nutzen"
Hier ist, was niemand dir sagt über AI und Newsletter:
Schreibstil allein reicht nicht.
Ich hatte meinen Schreibstil-Fingerabdruck. Ich gab ihn ChatGPT. Die AI schrieb in MEINEM Ton.
Aber der Inhalt? Generisch. Langweilig. Nichtssagend.
Newsletter #1: 6 Stunden (weil ich jeden Satz 5x umschrieb)
Newsletter #2: 4 Stunden (immer noch strugglen)
Newsletter #3: 3 Stunden (langsam besser, aber mühsam)
Das Problem:
Die AI wusste, WIE ich schreibe.
Aber nicht, WAS ich sagen will.
Und schon gar nicht, WIE man eine Story strukturiert.
Ich war frustriert. Ich hatte alles "richtig" gemacht:
✅ Schreibstil analysiert
✅ AI genutzt
✅ Templates ausprobiert
Aber meine Newsletter waren trotzdem... mittelmäßig. Zumindest hoffe ich, dass die Newsletter jetzt besser sind.
Was ich falsch machte (und du wahrscheinlich auch)
Nach Newsletter #3 verstand ich endlich das Problem:
Ich behandelte AI wie einen Ghostwriter.
"Hier ist mein Schreibstil. Schreib mir einen Newsletter über [Thema]."
Die AI schrieb. Ich war unzufrieden. Ich editierte Stunden. Repeat.
Das funktioniert nicht.
Weil AI nicht weiß:
Was dein Punkt ist
Welche Story du erzählen willst
Welche Transformation du zeigen willst
Welches Framework du nutzt (StoryBrand? Hormozi? AIDA?)
AI ist kein Ghostwriter. AI ist ein Interview-Partner.
Und das änderte alles.
Wie ich von 6h auf 90 Minuten kam (wirklich)
Zwischen Newsletter #3 und #4 machte ich zwei Dinge:
DING 1: Ich studierte Frameworks
Nicht "mehr AI-Prompts".
Nicht "bessere Tools".
Frameworks:
StoryBrand (Donald Miller): Character → Problem → Guide → Plan → Action
Value Equation (Hormozi): Dream Outcome, Likelihood, Time, Effort
Million Dollar Landing Page (Burdett/pip Decks): Hook, Qualify, Promise
Plötzlich wusste ich nicht nur WAS ich sagen will, sondern WIE man es strukturiert.
DING 2: Ich ließ AI mich interviewen
Statt zu sagen: "Schreib einen Newsletter über X"
Sagte ich: "Interview mich über X. Stell mir Fragen. Ich antworte. Du strukturierst."
Boom. 90 Minuten später: Newsletter fertig.
Nicht, weil AI geschrieben hat.
Sondern weil AI die RICHTIGEN FRAGEN gestellt hat.
Die 3-Schritte-Methode (die tatsächlich funktioniert)
Hier ist genau, was ich jetzt mache:
SCHRITT 1: Framework wählen
Bevor ich auch nur ein Wort schreibe, entscheide ich:
"Welches Framework passt zu diesem Thema?” oder “Welchen Mix aus diversen Frameworks könnte ich verwenden?
Beispiele:
Problem-fokussiert? → PAS (Problem, Agitate, Solution)
Transformation-Story? → StoryBrand (Character, Problem, Guide, Plan)
Wert-Proposition? → Hormozi Value Equation
Das gibt mir die Struktur.
SCHRITT 2: AI interviewt mich
Ich öffne ChatGPT oder Claude und sage:
"Agiere als [Rolle]. Interview mich über [Thema]. Nutze [Framework]. Stell mir Fragen, ich antworte mündlich. Du strukturierst basierend auf meinem Schreibstil-Fingerabdruck."
Dann rede ich einfach. AI fragt. Ich antworte.
Manchmal diktiere ich. Manchmal tippe ich Stichpunkte. Manchmal schreibe ich ganze Absätze selbst.
Wichtig: ICH bleibe im Lead. AI ist Sparring-Partner, nicht Ghostwriter.
SCHRITT 3: Strukturieren + Editieren
AI gibt mir einen ersten Draft (basierend auf Framework + meinen Antworten).
Ich editiere:
Füge persönliche Stories hinzu
Verschärfe den Hook
Checke, ob Framework eingehalten wurde
Mache es "mehr ich"
und am Ende lasse ich den Draft von der AI kritisch analysieren
Zeit: 20-30 Minuten.
Resultat:
Newsletter #1-3: 6h, 4h, 3h (Trial & Error)
Newsletter #4-6: Je ~90 Min (AI Interview + Framework)
Warum "Schreibstil" allein nicht reicht
Du kannst der AI deinen Schreibstil geben.
Du kannst ihr sagen: "Schreib wie ich."
Aber wenn du nicht weißt, WAS du sagen willst und WIE du es strukturierst:
Die AI wird dir generischen BS geben.
In deinem Ton. Aber trotzdem BS.
Die Formel ist:
SCHREIBSTIL + FRAMEWORK + AI INTERVIEW = Newsletter in 90 MinOhne Framework? 6 Stunden Trial & Error.
Ohne AI Interview? Du redest gegen dich selbst.
Ohne Schreibstil? Es klingt nicht nach dir.
Du brauchst alle drei.
Was du in den nächsten 48 Stunden machen kannst
Wenn du denkst "Ich kann nicht schreiben" – hier ist dein Action Plan:
HEUTE (30 Minuten):
Schritt 1: Wähl EIN Framework aus.
Start simple:
PAS (Problem → Agitate → Solution) = am einfachsten
BAB (Before → After → Bridge) = für Transformations-Stories
StoryBrand = wenn du tiefer gehen willst
Schritt 2: Wähl ein Thema (ein Problem deiner Zielgruppe).
MORGEN (60 Minuten):
Schritt 3: Öffne ChatGPT und sag:
"Agiere als [Rolle]. Interview mich über [Thema]. Nutze das [Framework]. Stell mir Fragen wie ein Journalist. Ich antworte, du strukturierst."
Schritt 4: Beantworte die Fragen. Mündlich diktieren oder tippen – egal.
Schritt 5: Lass AI strukturieren basierend auf:
Deinem Schreibstil-Fingerabdruck (falls vorhanden)
Dem gewählten Framework
Deinen Antworten
ÜBERMORGEN (30 Minuten):
Schritt 6: Editiere den Draft.
Füge hinzu:
Persönliche Stories
Konkrete Zahlen
Emotionale Momente
Fertig.
Du hast gerade deinen ersten Newsletter in 90 Minuten geschrieben.
Nicht, weil AI besser ist.
Sondern weil DU jetzt weißt, WAS du sagen willst und WIE du es strukturierst.
Die brutale Wahrheit
Schreibstil allein macht dich nicht zum guten Schreiber.
Frameworks allein auch nicht.
Und AI allein schon gar nicht.
Aber alle drei zusammen?
Newsletter #1: 6 Stunden (ohne System)
Newsletter #6: 90 Minuten (mit System)
Das ist keine "bessere Schreibfähigkeit".
Das ist smarteres Arbeiten.
Und der Unterschied zwischen "Ich schaffe 1 Newsletter pro Monat" und "Ich schaffe 1 Newsletter pro Woche".
Ich brauche dein Feedback (ernsthaft)
Ich schreibe jetzt seit 6 Wochen Newsletter mit diesem System.
Was mir fehlt: Dein ehrliches Feedback.
📊 2-Fragen-Poll (30 Sekunden):
Frage 1: Schreibst du schon Newsletter?
→ JA (reply "JA") / NEIN (reply "NEIN")
Frage 2: Was ist dein größtes Problem beim Schreiben?
→ Schreib mir 1 Satz – ich antworte jedem.
Frage 3: Wie gefällt dir mein Newsletter?
→ Schreib mir ein kurzes Feedback – ich antworte jedem.
Warum ich frage:
Ich plane was Großes für Dezember.
Ein System, das dir zeigt, wie du deine Email-Liste aufbaust – ohne Social Media Stress.
Und ich will sichergehen, dass es die ECHTEN Probleme löst.
(Spoiler: Newsletter-Schreiben ist eins davon. Aber nicht das einzige.)
Bis nächste Woche,
Hans Peter
P.S. – Wenn du mir antwortest (egal was), lese ich jede einzelne Nachricht. Versprochen.
Ich bin neugierig: Nutzt du AI schon? Und wenn ja – wie zufrieden bist du mit den Ergebnissen?

