Am Wochenende hätte ich fast jemanden auf der Piste beim Schifahren umgenietet.
Unübersichtliche Geländekante, ich viel zu schnell drüber – und natürlich stand dahinter jemand, den ich um Haaresbreite mitgenommen hätte.
Mein erster Gedanke: "Du Idiot. Vor 5 Minuten hast du genau DAS noch deinem Sohn erklärt."
Klassischer Top-10-Fehler beim Skifahren. Jeder kennt ihn. Ich wusste es besser. Hab's trotzdem gemacht.
Und genau so läuft's beim Prompting.
Man WEISS, was man tun sollte. Macht's trotzdem nicht. Weil Wissen ≠ Tun.
Ich sag's immer wieder: Action drives Clarity. Du lernst nicht durch Lesen, Kurse schauen oder kluge Artikel sammeln. Du lernst, indem du's machst – und dabei auf die Schnauze fliegst.
Deine Zeit ist zu wertvoll, um sie mit schlechten Prompts zu verschwenden.
Auf der Piste. Und beim Prompting.
Also: Hier meine Hall of Shame – die 10 schlimmsten Prompting-Sünden. Ich hab jeden einzelnen Fehler selbst gemacht. Manche davon peinlich lange.
Check mal, wie viele du noch begehst. 😬
🔟 Höflichkeits-Overkill
"Könntest du vielleicht eventuell so freundlich sein, mir möglicherweise dabei zu helfen..."
Die KI ist keine Schwiegermutter. Du musst sie nicht bei Laune halten.
Stattdessen: Direkt sagen, was du willst. "Schreib mir..." funktioniert.
9️⃣ Der Ein-Wort-Prompt
"Marketing."
Und dann wundern, warum kein 50-seitiger Businessplan rauskommt.
Das ist kein Google. KI braucht Kontext, nicht Stichwörter.
8️⃣ Copy-Paste-Prompts von anderen
Du findest einen "viralen Prompt" auf LinkedIn, kopierst ihn 1:1 – und der Output ist... naja.
Das Problem: Anderer Use Case, andere Zielgruppe, anderes Ergebnis.
Prompts sind keine Rezepte. Du musst sie anpassen.
7️⃣ Einmal prompten, nie iterieren
First Draft = Final Draft?
Das ist wie beim ersten Date heiraten. Kann klappen. Meistens nicht.
Die Wahrheit: Die besten Ergebnisse kommen nach 2-3 Runden Feedback.
6️⃣ Keine Zielgruppe definiert
"Schreib mir einen Newsletter."
Für wen? Für CEOs? Für Studenten? Für Hundebesitzer mit Schlafproblemen?
KI kann keine Gedanken lesen. Sag ihr, wen du erreichen willst.
5️⃣ Falscher Kontext – oder gar keiner
Das ist wie eine Wegbeschreibung geben, ohne zu sagen, wo du startest.
"Hilf mir mit meinem Business" – Welches Business? Welche Phase? Welches Problem?
Je mehr Kontext, desto besser der Output. Punkt.
4️⃣ Keine Strukturvorgabe
Du sagst: "Schreib was über Produktivität."
Du bekommst: Irgendeinen Textblock. Vielleicht Bullet Points. Vielleicht einen Roman. Wer weiß.
Besser: "Schreib 5 Tipps als nummerierte Liste, je 2-3 Sätze pro Tipp."
3️⃣ Keine Stilvorgabe
Du erwartest Hemingway.
Du kriegst Beamtendeutsch.
Die Lösung: Sag der KI, WIE sie schreiben soll. Locker? Formell? Wie ein Freund? Wie ein Professor?
2️⃣ Null Empathie für die KI
Klingt weird, aber: Du gibst ihr nichts und erwartest alles.
Keine Beispiele. Keine Referenzen. Keine Klarheit, was "gut" für dich bedeutet.
Dreh's um: Was würdest DU brauchen, um diesen Task zu erledigen? Gib der KI genau das.
1️⃣ Kein konkreter Task – "Die KI wird schon wissen"
Der Klassiker. Die Mutter aller Prompting-Sünden.
"Hilf mir mit meinem Marketing" ist kein Task.
"Schreib mir 5 LinkedIn-Posts für Coaches, die mehr Kunden gewinnen wollen, im Stil von Alex Hormozi, max. 150 Wörter pro Post" – DAS ist ein Task.
Spoiler: Die KI weiß es nicht. Sie rät. Und Raten ist teuer – für deine Zeit.
Dein Sündenregister?
Hand aufs Herz: Wie viele dieser Fehler machst du noch?
0-2: Respekt. Du bist schon ziemlich gut.
3-5: Normal. Da geht noch was.
6-10: Du verbrennst gerade Stunden pro Woche. Aber keine Sorge – ich war auch dort. 😅
Der Unterschied zwischen "KI ist nutzlos" und "KI spart mir Stunden" liegt meistens in diesen Details.
Wissen sammeln bringt Zufriedenheit. Wissen ANWENDEN bringt Ergebnisse.
Willst du deine Prompts auf's nächste Level bringen?
👉 Hol dir meinen Prompting Guide – mit Vorlagen, die tatsächlich funktionieren. Beachte auch immer die KLAR-Methode für ehrliches KI-Feedback.
Bis nächste Woche,
Hans Peter
PS: Welche Sünde war dein größter Aha-Moment? Hit Reply oder Kommentiere – ich les jede Antwort.
PPS: Neu: Momentum Sessions 🚀
Silent Coworking für Solopreneure und alle die interessiert sind. 45-50 Minuten fokussiertes Arbeiten an deinen eigenen Projekten – kurze Einführung am Anfang, Recap am Ende. Plus optional 10-15 Minuten Q&A zu KI-Themen.
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