Mike Tyson: "Jeder hat einen Plan, bis er das erste Mal auf die Fresse bekommt."

Letzte Woche hab ich meinen Schlag kassiert.

Feedback zu meiner Kursidee "Social Media Exit-Strategie": Grundsatz 0.5-1% Conversion aus deiner ganzen E-Mail-Subscriber-Liste. Nische OK aber Verzicht auf Social Media in der heutigen Zeit unnötige Erschwernis. Da braucht man einen langen Atem. Reality Check: Plan muss angepasst werden.

Dann lese ich einen Artikel von Günter Bresnik (hat Muster & Thiem zu Weltklasse trainiert). Ein Satz nagelt mich fest:

"Wer reich werden will, wird arm bleiben."

Das war mein Aha-Moment. Und heute zeige ich dir, warum dieser Satz auch DEIN Business betrifft.

Du sagst: "Ich WILL erfolgreich sein."

Bresnik sagt: Das reicht nicht.

Warum? Weil es ein Wunsch ist. Kein Ziel.

Und der Unterschied zwischen Wunsch und Ziel ist der Unterschied zwischen scheitern und gewinnen.

Wunsch vs. Ziel: Der Unterschied der alles verändert

Bresnik erklärt es so:

WUNSCH = PASSIV

  • Wird von anderen erfüllt

  • Delegiert Verantwortung

  • Fordert keine Entscheidung

  • Bequem

Beispiele:

  • "Ich will mehr Kunden"

  • "Ich will reich werden"

  • "Ich will ein erfolgreiches Business"

ZIEL = AKTIV

  • ICH erreiche es

  • ICH bin verantwortlich

  • ICH entscheide

  • Unbequem

Beispiele:

  • "50 Neukunden bis 31. Dezember durch LinkedIn Outreach"

  • "100.000€ Jahresumsatz in 12 Monaten mit Online-Kurs"

  • "4-Tage-Woche mit 2x aktuellem Gehalt bis Q2 2026"

Siehst du den Unterschied?

Wunsch = vage. Ziel = konkret, messbar, terminiert.

Lechnerberg oder Mount Everest?

Bresnik sagt:

"Lieber beim Versuch, den Mount Everest zu besteigen, auf 6000 Metern scheitern, als sich mit dem Lechnerberg zufriedenzugeben."

Der Lechnerberg ist klein, sicher, erreichbar.

Aber er bringt dich nicht dahin, wo du wirklich hin willst.

Die meisten Solopreneure wählen den Lechnerberg:

  • "Ich will ein bisschen mehr verdienen" (statt finanzieller Freiheit)

  • "Ich will weniger Stress" (statt 4-Tage-Woche)

  • "Ich will mehr Kunden" (statt automatisiertes Business)

Das Problem:

Beim Besteigen des Lechnerbergs kommst du niemals auf 6000 Meter.

Lieber auf 6000m am Everest scheitern, als auf 500m am Lechnerberg ankommen.

Wie du das auf dein Business anwendest

Schritt 1: Identifiziere deinen Lechnerberg

Was ist dein AKTUELLES Ziel? Sei ehrlich.

Lechnerberg-Signale:

  • "Ich will ein bisschen mehr..."

  • "Wäre schön wenn..."

  • "Irgendwann möchte ich..."

  • Kein konkretes Datum

  • Kein messbares Outcome

  • Kein spezifischer Plan

Beispiele:

  • "Ich will besser in Social Media werden" ← Lechnerberg

  • "Ich will mehr Umsatz" ← Lechnerberg

  • "Ich will produktiver sein" ← Lechnerberg

Schritt 2: Definiere deinen Mount Everest

Dein Mount Everest ist so hoch wie möglich, konkret messbar, und mit Deadline.

Everest-Signale:

  • Spezifisches Outcome

  • Messbarer Erfolg

  • Klarer Termin

  • Plan zur Umsetzung

  • Macht dir Angst (wichtig!)

Beispiele:

  • "100.000€ Umsatz in 12 Monaten durch Online-Kurs (Start: 1. Januar)" ← Everest

  • "Von 40h auf 32h/Woche bei gleichem Einkommen bis Q2 2026" ← Everest

  • "500 Newsletter-Subscriber + 10 zahlende Kunden bis 31. März" ← Everest

Schritt 3: Akzeptiere, dass du auf 6000m scheitern könntest

Und das ist OKAY.

Bresnik:

"Menschen, die sich Zielen verschreiben, gewinnen immer. Entweder sie erreichen sie. Oder sie machen beim Versuch Fortschritte."

Beim Besteigen des Lechnerbergs kommst du nie auf 6000m.

Beim Versuch den Everest zu besteigen kommst du vielleicht "nur" auf 6000m - was immer noch höher ist als jeder Lechnerberg.

Der Unterschied nach 12 Monaten

Stell dir vor:

Zwei Solopreneure starten heute.

Person A (Lechnerberg):

  • Ziel: "Ich will ein bisschen mehr Kunden"

  • 12 Monate später: +5 Kunden, gleicher Umsatz, gleiche Arbeitszeit

Person B (Everest):

  • Ziel: "50 Neukunden bis 31. Dezember durch systematisches LinkedIn Outreach (20 Kontakte/Woche)"

  • 12 Monate später: 35 Neukunden (nicht 50, aber...), +40% Umsatz, klares System

Person B ist "gescheitert" (50 vs 35).

Aber Person B hat trotzdem gewonnen.

Ich hatte: "Social Media Exit-Strategie" (nicht ganz ausgegoren, zu unsicher, unnötige Erschwernis zur Zielerreichung)

Das war mein Lechnerberg.

Jetzt suche ich meinen Mount Everest. Und ich werde ihn finden.

Aber darum geht es heute nicht.

Es geht um DEINEN.

Hier ist deine Aufgabe:

1. Welcher ist DEIN Lechnerberg?

Was ist das "sichere, kleine" Ziel, mit dem du dich grade zufrieden gibst?

2. Was wäre DEIN Mount Everest?

Das Ziel, das dir Angst macht. Konkret. Messbar. Terminiert.

Antworte auf diese Email mit:

  • Lechnerberg: [Dein sicheres Ziel]

  • Everest: [Dein angstmachendes Ziel]

Ich lese jede Antwort.

Und nächste Woche zeige ich dir, wie du deinen Everest systematisch angehst.

Bresnik: "Victory belongs to the most tenacious."

Dranbleiben. Nicht aufgeben. Den Everest wählen.

Hans Peter

P.S. Thomas Muster wurde ausgelacht, als er mit 16 sagte: "Ich werde Nummer 1 der Welt." Das war sein Everest. Er hat ihn erreicht.

Was ist deiner?

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